Kunststoff

Teschnische Kunststoffe Laserschneiden und Lasergravieren

Technische Kunststoffe laserschneiden und markieren: Massgenaue Lohnfertigung

In der Industrie, der Medizintechnik und im Gerätebau sind technische Kunststoffe unverzichtbar. CAESS Laser ist in der Schweiz Ihr spezialisierter Partner für die werkzeuglose Laserbearbeitung von Thermoplasten, Hochleistungsfolien und Elastomeren. Wir schneiden hochpräzise Flachdichtungen, Folientastaturen oder Isolatoren und markieren Gehäuse dauerhaft und fälschungssicher. Durch den berührungslosen Prozess garantieren wir verzugsfreie Bauteile ohne mechanische Spannungen oder Fräsriefen.

Technische Kunststoffe Lasern

Die rote Linie: Welche Kunststoffe wir lasern – und welche nicht

Nicht jedes Polymer ist laserfähig. Während sich viele Thermoplaste hervorragend schneiden oder durch Farbumschlag markieren lassen, schliessen wir bestimmte Materialien aus technischen und sicherheitsrelevanten Gründen konsequent aus.

Exzellent für die Laserbearbeitung geeignet:

  • POM (Polyoxymethylen / Delrin): Eignet sich überragend für den Laserschnitt. Es entstehen saubere, gratfreie Kanten ohne grosse Schmelzlippen. Ideal für technische Zahnräder, Gleitelemente und präzise Mechanikteile.
  • PET / PETG: Perfekt für transparente Abdeckungen, Displayschutz und lebensmittelechte Bauteile. Lässt sich schnell und mit glatten Kanten schneiden.
  • PI (Polyimid / Kapton) & Polyesterfolien: Hochleistungsfolien für die Elektronikindustrie, Isolatoren und flexible Leiterplatten lassen sich mikrometergenau schneiden.
  • PP (Polypropylen) & PE (Polyethylen): Wird häufig für Dichtungen oder Behälter im Gerätebau verwendet. Die Kante schmilzt beim Lasern leicht auf, was für technische Dichtungen jedoch meist unproblematisch ist.

Für die Laserbearbeitung ungeeignet (Nicht in unserem Portfolio):

  • PVC (Polyvinylchlorid): Setzt beim Lasern hochtoxisches und korrosives Salzsäuregas frei. Wir bearbeiten ausnahmslos keine chlorhaltigen Kunststoffe.
  • PC (Polycarbonat / Makrolon): Absorbiert die Infrarotstrahlung des CO2-Lasers extrem schlecht. Das Material verbrennt an der Kante stark, verfärbt sich braun/schwarz und schmilzt unkontrolliert. Hier empfehlen wir das CNC-Fräsen.

Zweischicht-Kunststoffe für den Schaltschrank- und Maschinenbau

Eine der wichtigsten industriellen Anwendungen der Lasertechnologie ist die Bearbeitung von speziellen Zweischicht-Kunststoffen (Laseracryl). Diese Materialien bestehen aus einer farbigen Kernschicht und einer extrem dünnen, andersfarbigen Deckschicht. Der Laser trägt die Deckschicht mikrometergenau ab, wodurch die Kernfarbe als gestochen scharfe, dauerhafte Beschriftung sichtbar wird.

  • Anlagen- und Kabelkennzeichnung: Wir fertigen normgerechte Typenschilder, Warnhinweise und Kabelmarkierer, die im Gegensatz zu bedruckten Etiketten nicht verblassen, abkratzen oder sich durch Lösungsmittel auflösen.
  • Alles in einem Arbeitsgang: Der grösste wirtschaftliche Vorteil für den Schaltschrankbau: Wir gravieren den Text und schneiden anschliessend die Aussenkontur sowie komplexe Innenlochungen (z. B. normierte 22,5 mm Durchbrüche für Drucktaster oder Not-Aus-Schalter) in einem durchgehenden Prozess.
  • UV- und Witterungsbeständigkeit: Für den Ausseneinsatz (z. B. in der Solartechnik oder im Anlagenbau) verarbeiten wir spezielle, UV-stabilisierte Zweischicht-Materialien, die selbst unter extremen Wetterbedingungen über Jahre hinweg kontrastreich und lesbar bleiben.
Technische Kunststoffe und Ihre Anwendungen

Typische B2B-Anwendungen für gelaserte Kunststoffe

Unsere digitale Fertigung wird primär dort eingesetzt, wo teure Spritzguss- oder Stanzwerkzeuge für die geforderte Losgrösse nicht wirtschaftlich sind:

  • Elektronik & Gerätebau: Passgenaue Folientastaturen, Frontblenden, Isolationsfolien und Gehäusedurchbrüche für Displays oder Schalter.
  • Maschinenbau: Individuelle Flachdichtungen (auch aus Silikonkautschuk), Unterlegscheiben, Distanzstücke und Gleitelemente aus POM.
  • Medizintechnik: Markierung von Kunststoffinstrumenten oder Gehäusen mit UDI-konformen (Unique Device Identification) Datamatrix-Codes und Seriennummern, die auch aggressiven Sterilisationsprozessen standhalten.

Typische B2B-Anwendungen für gelaserte Kunststoffe

Unsere digitale Fertigung wird primär dort eingesetzt, wo teure Spritzguss- oder Stanzwerkzeuge für die geforderte Losgrösse nicht wirtschaftlich sind:

  • Elektronik & Gerätebau: Passgenaue Folientastaturen, Frontblenden, Isolationsfolien und Gehäusedurchbrüche für Displays oder Schalter.
  • Maschinenbau: Individuelle Flachdichtungen (auch aus Silikonkautschuk), Unterlegscheiben, Distanzstücke und Gleitelemente aus POM.
  • Medizintechnik: Markierung von Kunststoffinstrumenten oder Gehäusen mit UDI-konformen (Unique Device Identification) Datamatrix-Codes und Seriennummern, die auch aggressiven Sterilisationsprozessen standhalten.
Projekte

Projektablauf: Effizient von der CAD-Datei zum fertigen Bauteil

Unser Prozess ist auf die Anforderungen von B2B-Kunden ausgelegt: effizient, transparent und lösungsorientiert

01

Datenprüfung und Materialqualifizierung

Wir prüfen Ihre Vektordaten (DXF, STEP, EPS) und evaluieren die Laserfähigkeit Ihres gewünschten Polymers. Bei unklaren Materialzusammensetzungen verlangen wir vorab zwingend ein Sicherheitsdatenblatt (SDB/MSDS)

02

Prototyping / Erstmuster

Wir fertigen ein Erstmuster. Dies ist bei Kunststoffen essenziell, um den thermischen Schmelzspalt (Kerf) zu messen und in der Schnittdatei exakt zu kompensieren, damit Presspassungen oder Steckverbindungen spielfrei funktionieren.

03

Prozessoptimierung

Abstimmung der Laserparameter (Pulsfrequenz, Vorschub, Prozessgas), um die Schmelzlippenbildung an den Kanten zu minimieren und den Gravurkontrast zu maximieren.

04

Serienfertigung

Produktion Ihrer Klein- oder Mittelserien mit garantierten Toleranzen und ohne jegliche Werkzeugkosten

B2B-FAQ: Laserbearbeitung von Kunststoffen

Das hängt stark vom Schmelzpunkt des jeweiligen Polymers ab. POM (Delrin) schneiden wir in der Regel bis zu einer Stärke von ca. 8 bis 10 mm in sehr hoher Qualität. Bei dickeren Materialien wird die Schmelzzone an der Schnittkante oftmals zu gross, weshalb hier mechanische Verfahren zu bevorzugen sind.

Nein. Durch die thermische Bearbeitung schmilzt die Kante des Kunststoffs minimal auf und erstarrt sofort wieder. Das führt zu einer leicht abgerundeten, gratfreien Schnittkante, an der man sich – anders als beim Fräsen oder Stanzen – nicht schneiden kann.

Ja, wir bearbeiten häufig von Kunden beigestellte Kunststoffgehäuse oder Spezialfolien. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie uns die exakte chemische Bezeichnung (oder das Datenblatt) des Kunststoffs liefern, um auszuschliessen, dass es sich um PVC, Teflon (PTFE) oder andere toxisch ausgasende Materialien handelt.

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stefanschulze1@gmx.ch